4 Fragen an Felix Plazek

Veröffentlicht am Mittwoch, 28. Juni 2017

Wir haben Felix Plazek, den jungen Freiburger auf ein kurzes Interview eingeladen und durften ihn mit 4 Fragen durchbohren. Wie aus dem eigentlichen Musik-Hasser ein Produzent und DJ geworden ist erfahrt ihr hier.

Hallo Felix, erstmal die wichtigste Frage von allen: Wer bist du denn eigentlich? 

Ich? Ich bin Felix. Manche nennen mich Feli oder Fex aber eigentlich kennt man mich als DJ unter dem Namen Felix Plazek. Ich bin 22 Jahre alt, komme ursprünglich aus Freiburg aber wohne derzeit in Hamburg.

Als Musiker hat jeder seinen eigenen Stil entwickelt. Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Mein Name ist Programm: Kein aufregender Künstlername, der Name steht so auch auf meiner Geburtsurkunde und so sind auch meine Sets: Ganz ich und nur die Musik dir mir wirklich gefällt. Genauer gesagt: Ich mag House, Techno, und Deephouse. Eigentlich beschreibe ich meine Musik immer mit Labels also: Kompakt (wirklich alles auf Kompakt), Sincopat, Eklektisch und Ellum. Müsste ich es doch versuchen zu beschreiben, dann würde ich es als treibenden Deephouse mit technoiden Elementen, breiten Klangsphären und abstrakten Passagen beschreiben. Ja, jetzt wisst ihr mehr. Also irgendwas zwischen Techno und Deep-House, ist eben schwer zu beschreiben. Am besten hört ihr einfach mal rein.

Wie bist du auf das Auflegen und Produzieren gekommen und seit wann bist du denn aktiv dabei? 

Als Jugendlicher, war ich mir stehts sicher: Musik ist kacke. In der Schule war es für mich das schlimmste Fach und Privat habe ich auch nie Musik gehört, die Musik im Radio hat mir nie gefallen. Irgendwie hat es mich dann aber doch zur Musik verschlagen. Durch das Tanzen: Erst nur Hip-Hop später Breakdance und dann mit meiner Crew "Dope Skit" auf diversen Meisterschaften. Mein älterer Bruder gab mir dann eines Tages eine CD vom Freiburger DJ Daniel S. und eine von Nick Caron, das war mein erster Kontakt mit elektronischer Musik und plötzlich hatte ich Interesse an der Musik. Was ich noch viel faszinierender fand war, dass man Tracks die, auf den ersten Blick völlig unterschiedlich waren zusammenmischen konnte und sie plötzlich gleich geklungen haben. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe angefangen selber das Auflegen zu üben und habe mit kleinen Parties begonnen und auch jetzt nach 6 Jahren nicht damit aufgehört.

Da du jetzt weg von Freiburg bist und in Hamburg wohnst hat Heimat doch sicher eine neue Bedeutung für dich, oder?

Ja, seit dem ich in Hamburg wohne hat sich meine Definition von "Heimat" stark verändert. Genauer gesagt: Früher hatte ich das Gefühl Heimat ist etwas langweiliges, dass was man eben jeden Tag sieht. Heute ist es für mich viel viel mehr. Jedes Mal wenn ich in den Flieger steige und in Richtung Freiburg fliege freu ich mich wie ein kleines Kind wenn ich endlich die Berge sehe, den Schwarzwald und wenn ich bei meinen Eltern angekommen bin endlich dieses Leitungswasser trinken kann, dass ich vorher nie zu schätzen gewusst hatte. ich selbst bin viel Heimatverbundener geworden. Ich erwische mich jeden Tag wie ich anderen Menschen von meinem Freiburg erzähle und schwärme wie toll es dort ist. Heimat ist also für mich: Familie, Freunde und Ruhe.

 

Mit seinem Release "Feeling You / Therapy" öffnet der "im Herzen Freiburger" unseren Releasekatalog. Wir freuen uns auf das Release am 26. Oktober 2016 auf allen gängigen Online-Shops!